Funktionsweise Scania HPI
Wie funktioniert Scania HPI?
Zusätzlich zu den signifikanten Vorteilen eines höheren Drehmoments, guter Wirtschaftlichkeit und niedrigen Emissionen hat Scania HPI weitere wichtige Vorteile: einfache, kostengünstige Wartung, geringe Geräuschbildung und Erwärmung des Kraftstoffs.
- Reduzierter Wartungsbedarf: Scania HPI Motore benötigen alle 60.000 Kilometer einen Filterwechsel. Die Einstellung der Einspritzdüsen ist während des Einfahrens und später alle 480.000 Kilometer erforderlich.
- Geringes Geräusch: Die hydraulische Betätigung der Einspritzdüse lässt das System leiser arbeiten. Das ist auch der wichtigste Grund für den leisen Sound des 12-Liter-Motors.
- Warmer Kraftstoff: Lkw, die bei sehr niedrigen Temperaturen operieren, haben mitunter Probleme durch die Bildung von Paraffinkristallen im Kraftstoff. Das wird beim HPI-System erheblich reduziert, weil kontinuierlich warmer Kraftstoff zirkuliert, der im Rahmen der Hochdruckeinspritzung erwärmt wird und in den Tank rezirkuliert.
Sehen Sie sich an, wie Scania HPI funktioniert.

Wie funktioniert Scania HPI?
- Oberer Kolben: Der Kolben wird von der Nockenwelle mit 12.500 N nach unten gepresst.
- Einlass für Steuerungs-Kraftstoff: Eine präzise kontrollierte Menge von "Steuerungs-Kraftstoff" wird zu diesem Zeitpunkt in die Einspritzdüse gepumpt. Hier bildet der Kraftstoff die hydraulische Verbindung zwischen dem oberen und mittleren Kolben. Die Menge des "Steuerungs-Kraftstoffs", der diese Verbindung herstellt, entscheidet über den Zeitpunkt, in dem der Kraftstoff für die Verbrennung durch die offene Düse in den Brennraum eingespritzt wird. Die Kraftstoffmenge wird vom Scania Motormanagement kontrolliert. Durch variieren dieser Menge wird der Einspritzzeitpunkt exakt für den individuellen Verbrennungszyklus eingestellt.
- Rücklauf für Steuerungs-Kraftstoff: Der Kraftstoff für die Steuerung des Einspritzverlaufs wird abgelassen und in den Tank zurückgeführt. Beim Durchfließen der Einspritzdüse wird der Kraftstoff erwärmt. Es können keine Paraffinkristalle gebildet werden, wie das sonst bei niedrigen winterlichen Temperaturen vorkommen kann.
- Einlass für Verbrennungskraftstoff: Der Kraftstoff für die Verbrennung wird dem unteren Teil der Einspritzdüse zugeführt, von wo er weiter zu der offenen Düse gelangt. Diese Menge Kraftstoff wird vom Scania Motormanagement gesteuert.
- Unterer Kolben: Kraftstoff wird bei hohem Druck vom unteren Kolben in den Brennraum gepresst. Dieser Druck muss den Verbrennungsdruck im Motor überwinden, der vom Kolbenhub erzeugt wird.
- Offene Düse: Die offene Düse lässt Kraftstoff unter hohem Druck in den Brennraum eintreten. Dieser hohe Druck bewirkt die Verwirbelung des Kraftstoffs mit der Luft und das Entstehen eines "Kraftstoffnebels" mit einer Dichte, die für effiziente, saubere Verbrennung erforderlich ist.


